
Becherspenden am Dienstag
13. Mai 2012Umwandlung der Dauerkarten für das Relegationsheimspiel
6. Mai 2012Die Umwandlung der Dauerkarten für die Support Area (Block 42) erfolgt am Montag, 07.05.2012 und am Dienstag, 08.05.2012 jeweils ab 19h im Haus der Jugend, Lacomblestraße 10.
An diesen Terminen habt ihr die Möglichkeit, euch nach Vorlage eurer Dauerkarte euer Ticket für unseren Bereich zu sichern.
(eine Karte pro DK).
Lukimya wechselt auf die schäl Sitt
24. März 2012Am Dienstag kam die Meldung, vor der wir uns alle seit Wochen gefürchtet hatten. Assani Lukimya verlässt unsere Fortuna. Traurig ist es allemal, aber nicht großartig verwunderlich. Der Junge spielt seit rund eineinhalb Jahren absolut souverän, wurde zu Recht vom „Kicker“ zum besten Innenverteidiger der Liga ernannt, und sein Vertrag läuft aus.
Logisch, dass es zahlreiche Vereine gibt, die den Mann in ihren Reihen sehen wollen. Logisch, dass er, der Berliner ohne wirklichen Bezug zu unserer Region, sich erst einmal alles anhört und dann entscheidet, was für ihn am besten ist. Der Mann ist nun mal Berufssportler und derzeit in der für ihn so schönen Situation, sich seinen neuen Arbeitgeber sowie sein Gehalt aussuchen zu können. Auch dass er unbedingt in die Erste Liga wechseln will, ist nachvollziehbar. So funktioniert der Profisport eben. Das wissen wir. Auch Fortuna bedient sich regelmäßig (auch aktuell!) in den Kadern von unterklassigen oder finanzschwächeren Teams.
Es gibt da aber natürlich auch eine andere Sichtweise. Wer nämlich von uns verlangt, zu verstehen, dass ein Leistungssportler aus Berlin weder besondere Liebe für Fortuna noch extremen Hass für den 1. FC K*** empfindet, der wird sicher auch verstehen können, dass es eben doch Leute gibt, für die Fußball mehr als ein Geschäft ist und die diese Gefühle eben haben und ausleben. Zum Beispiel Leute wie wir, die nie auf die Idee kommen würden, unserem Verein den Rücken zu kehren. Leute, für die es nichts Wichtigeres als eine laute, freie Kurve, einen fanfreundlichen Verein und eine erfolgreiche Mannschaft gibt. Leute, die alles andere zurückstecken, wenn es um Fortuna geht und ihr Leben seit Jahren nach dem Spielplan ausrichten.
Für Menschen wie uns ist ein Wechsel eines Fortuna-Spielers zum größten Pestverein der Welt eben nichts Normales, nichts, was wir einfach als „Teil des Geschäfts“ akzeptieren. Denn auch wenn niemand von uns ernsthaft glaubt, dass Herr Lukimya Fortuna wirklich im Herzen hat, wird der Mann doch nach zwei Jahren in unserer Stadt verstanden haben, dass ein Wechsel von Düsseldorf nach K*** nichts Alltägliches ist, das von uns einfach kommentarlos hingenommen wird. Vor allem, wenn er im ersten Interview nach dem Medizincheck gleich mal fröhlich herumplaudert, wie sehr er sich doch mit dem ÄFF Zeh und dieser widerlichen Stadt identifizieren könne.
Dementsprechend zählen nun auch keine frommen Wünsche, dass wir uns in den kommenden Spielen „fair“ verhalten. Lukimya hat sich uns gegenüber ebenfalls nicht fair verhalten, sondern dreist belogen. Er hat ständig betont, dass Fortuna seine erste Ansprechpartnerin ist und er sich im Falle des Aufstiegs gut vorstellen kann, hier zu bleiben. Und jetzt? Nun hat er sich – weit vor der Entscheidung, in welcher Liga wie im kommenden Jahr spielen – von uns verabschiedet und ist zu einem Verein gegangen, der derzeit alles andere als ein gesicherter Erstligist ist. Fernab aller Rivalität: Die K***** Mannschaft spielt einen unterirdischen Ball, im Vorstand herrscht Chaos, der Klub ist so gut wie pleite, und die Kurve sorgt gerade selbst dafür, dass dort bald englische Verhältnisse herrschen. Was ein Wechsel zu diesem Dreckshaufen mit einer guten sportlichen Perspektive zu tun hat, weiß kein Mensch. Wäre er zu einem ambitionierten Klub wie Dortmund, Leverkusen oder wo auch immer hin gegangen, wäre der Verlust zwar ebenfalls tragisch, aber kein Schlag in die Fresse von Tausenden Fortunen.
Doch so liegt es nahe, was im Endeffekt den Ausschlag gegeben hat: der größere Geldhaufen. Deswegen zu wechseln, ist zwar legitim. Aber dagegen zu protestieren und Lukimya in den letzten Wochen der Saison eben nicht mehr als Fortunen anzusehen und Bauchschmerzen zu kriegen, dass dieser Söldner das heilige F auf der Brust tragen darf, eben auch. Also raus mit dem K***** aus unserer Mannschaft.
Leider müssen wir auf eine andere Entwicklung eingehen, die die Aufregung um den Wechsel fast schon in den Hintergrund rücken lässt: Rassistische Beleidigungen gegen Lukimya. So wenig wir ihn noch hier sehen wollen, so wenig hat er es verdient, auf übelste und menschenverachtende Weise beleidigt zu werden. Das haben weder er noch unsere Fanszene nötig. Ständig wird uns erzählt, Fortuna hätte kein Neonazi-Problem. Wer in den vergangenen Tagen online unterwegs war und gelesen hat, was dort abgesondert wurde, weiß, dass die Probleme aktueller sind denn je. Wir sagen schon mal hier mit aller Deutlichkeit: Sollten am Samstag rassistische Anfeindungen gegen
diesen Spieler auftreten, werden wir dagegen vorgehen.
Von der schönen bunten Fernsehwelt …
9. März 2012Es gab Zeiten, da freuten wir uns über jedes bewegliche Bild einer Fortuna-Mannschaft. Da wurde feierlich der Videorekorder programmiert, wenn im Sportstudio ein fünf Minuten Beitrag über die Traditionsmannschaft vom Rhein in der Oberliga kam. Da wurden X Sendungen Lokalzeit für zwei Minuten Bilder vom Abschlusstraining durchgeschaut, während kurz danach die örtlichen Pfadfinder ein Interview zum vergangenen Limoverkauf gaben. Und es war wirklich etwas besonderes, wenn Center TV ein paar Sekunden der vergangenen Partie zeigte. Was waren wir stolz, Zusammenfassungen unserer Spiele nach dem Aufstieg im Fernsehen schauen zu können, beim ersten LIVE-Montagsspiel den Kumpels und Kollegen sagen zu können: “Ach übrigens, läuft live.” Nicht die Express oder die RP verraten am nächsten Tag das Ergebnis, jeder kann unsere Jungs in den heiligen Trikots jetzt in Echtzeit über die Plätze der Republik hechten sehen.
Uns ist erwartungsgemäß die Freude darüber mittlerweile gehörig vergangen: 11 von 34 Pflichtspielen in dieser Saison muss unsere Fortuna an einem Montagabend bestreiten. Na? Auch so erschrocken? Ja, wann sollen wir denn sonst spielen bei all den sogenannten “Derbys” gegen Aachen und Duisburg, dem Spiel der “Kult-Mannschaften” gegen St. Pauli, den Aufstiegsduellen gegen Frankfurt, Fürth und Paderborn? Richtig, vielleicht noch am Freitag? Denn da finden weitere 9 Spiele unserer Mannschaft statt. Macht summa summarum weit mehr als die Hälfte (20 von 34) aller Spiele, die an einem Wochentag stattfinden. Und wir haben uns dran gewöhnt. Ja, auch wir müssen uns an die Nase packen. Protesttranspi hier, Protesttranspi da. Ja, wen interessiert’s? Dreht die Kamera ab und die Sache ist geritzt…
Während uns Fans nämlich nicht nur das Lachen vergeht, sondern auch die Urlaubstage, grinsen sich ein paar andere Herren gehörig einen ab. Da wäre zum ersten das ehemalige Deutsche Sportfernsehen, neudeutsch Sport1, die ihre Zuschauer jeden Montag mit einem selbsterklärten Topspiel vor die Bildschirme locken wollen. Da ist schon klar, dass da nicht Ingolstadt gegen Paderborn vor wahrscheinlich 3000 Zuschauern gezeigt wird, sondern das Team, welches nicht nur guten Fußball spielt, sondern auch außerhalb des Platzes gut Rabatz macht. Nun mag es für uns eine Ehre sein, dass möglicherweise wir diese spielerischen und supporttechnischen “Produkte” in der Hinrunde am besten an Sport1 liefern konnten, die Frage ist nur: Was gibt es für diese Glanzleistung? Richtig geraten: nichts. Denn statt eines Finanzausgleichs gehen uns durch fehlende Zuschauereinnahmen, die so ein Montagsspiel im Vergleich zum weitaus besser besuchten Samstag oder Sonntag mitbringt, auch noch massiv Scheine durch die Lappen. Alle Fernsehgelder der 2. Liga werden nämlich im Voraus gütig geteilt, egal wer wann wo spielt. Wir als Montagsrekordmeister aller Zeiten kriegen dann genauso viel Kohle für unsere weitaus höhere Fernsehpräsenz, wie beispielsweise der FC Ingolstadt. Nun kann man sagen: “Alles klar, wer oben spielt, spielt halt Montags.” Überraschend nur, dass beispielsweise der Mitkonkurrent Paderborn ganze null mal, in Zahlen: 0 im Livespiel ran musste. Eine zwischenzeitlich gesetzte Kilometerobergrenze für Montagsspiele dürfte nach den Ansetzungen für Dresden und Cottbus auch vom Tisch sein.
Rechnen wir mal durch: Kommen Montags “kleinzügig” geschätzt 6000 Zuschauer weniger, macht das bei einem durchschnittlichen Ticketpreis von 13 Euro hochgerechnet auf unsere 11 Spiele einen Einnahmenverlust von (festhalten!!!): ca. 850.000 Euro. Sollen wir euch das mal etwas augenzwinkernd für unsere militanten Köpfe in begriffliche Zahlen umrechnen? Von diesem Geld könnten wir euch die Strafen für 50!!! Pyroshows zahlen und hätten die Bengalenrechnung gleich mit beglichen. Da sag nochmal einer wir schaden dem Verein. Den Schaden kriegen wir, unser Beruf, unsere Ausbildung, unser Studium, der Schulabschluss. Kaum einer wird diese Saison die Möglichkeit haben, für alle Spiele frei zu kriegen. Für viele wird es dabei die erste Saison seit Jahren sein, in der sie ein Spiel verpassen werden. Die Montagsspiele der von Paul Jäger als „Solidargemeinschaft“ bezeichneten 2. Bundesliga machen es also möglich selbst die Treusten der Treuen irgendwann aufgeben zu lassen.
Sie funktioniert also prächtig, diese „Solidargemeinschaft“. Warum? Weil es da noch eine zweite Partei gibt, die lächelnd aus dem ganzen Profit schlägt und sich vor DFL und Fernsehen lieber wegduckt, als mal kritisch nachzuhaken: Fortuna Düsseldorf. Bereits nach der letzten Ansetzung gab es massive Proteste u.a. von Seiten des SCD, der mit einem offenen Brief an die DFL auch an unseren Verein zur verstärkten Vertretung von Faninteressen bei den nächsten Gesprächen um die Spieltagsansetzungen appellierte und auch aktuell wieder eine Stellungnahme veröffentlicht hat. Auch auf der letzten JHV wurden Versprechungen seitens Fortuna abgegeben, es werde ein Spagat zwischen Faninteressen und den Interessen der Solidargemeinschaft der 2. Bundesliga hergestellt werden. Der zitierte Spagat ist mittlerweile etwas einseitig ausgefallen, denn auch jetzt gibt es nicht ein einziges offizielles kritisches Wort aus der Vereinsspitze. Nur aus dem sportlichen Bereich kommt Kritik von Wolf Werner, der sich über die hohe Belastung für die Spieler beschwert. Sonst bleibt es da oben bisher eher ruhig und still. Der Grund? Bereits zur Hinrunde jubelten die Gazetten über den gesteigerten Marketingwert der Fortuna durch die hohe Fernsehpräsenz. Ergebnis in der neuen 2.Liga-Brille der Verantwortlichen, die mittlerweile durch fast alle Vereinsabteilungen wandert: “$$$”. Aberwitzige Zahlen wurden von diversen Werbeagenturen durch den Raum geschmissen, aber eins war eindeutig: Fortuna war ganz klar der Fernseh- und damit auch der Werberenner der Hinrunde.
Das macht unsere nicht mehr ganz so launische Diva nämlich dann für den dritten lachenden Gast in der Runde interessant: Die Sponsoren. Die wollen ihre Banden, Torjingles, Trikotwerbung, gesponserten Fähnchen und Schals natürlich lieber einem Millionenpublikum vor den Fernsehern präsentieren, als den ollen 35.000 am Samstagspiel. Und weil die das wollen und weil Fortuna vor allem ihr Geld dafür will, macht unser Verein mittlerweile eher statt eines Spagats zu Faninteressen den Hampelmann für die Sponsorenschar und die Fernsehanstalten, um bei Werbeverhandlungen im nächsten Jahr eben 11 Montagsspiele als Verhandlungsbasis auf den Tisch zu knallen. Wir würden uns wünschen, dass sich die Balance im Düsseldorfer Spagat auch wieder hin zu unseren Interessen als Fans einstellt und sich der Verein deutlich und kritisch gegen fanunfreundliche Anstoßzeiten positioniert.
Einfach ist das nicht gegen diese “Achse des Bösen” aus Fernsehanstalten, Sponsoren und der dadurch glühende einseitige Fortuna-$-Brille anzukämpfen. Doch eins muss uns nun klar sein: Wenn wir alle ihn nicht längst schon verpasst haben, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo wir einen radikalen Schnitt setzen müssen. So kann und darf es nicht weiter gehen.
Nur was tun? Diese Frage beschäftigt nicht nur uns schon viele Jahre. Vorreiter in Sachen Montagsspielprotesten war und ist immer noch die Fanszene des FC Sankt Pauli, die traditionell auch stark von unfairen Spieltagsansetzungen betroffen ist. Auch die hatten schon alles durch: Von Stimmungsboykott, Transparenten und Sprechchören. Diese Protestformen versinken im Strudel der blinkenden Werbeanzeigen und “XY wird Ihnen präsentiert von – Ansagen”.
Wir haben uns dazu entschlossen, das anstehende Spiel gegen gerade jenen Gegner aus dem braun-weißen Hamburg für verstärkte Proteste gegen die erneut unzumutbaren Spielansetzungen zu nutzen. Wie das Ganze von statten geht, können wir alle gemeinsam u.a.im Rahmen des bevorstehenden Fankongress‘ überlegen, aber auch wir werden uns vorher evtl. gemeinsam mit den Hamburgern so unsere Gedanken machen.
Für fangerechte Anstoßzeiten!
Ultras Düsseldorf 2000
Heimspiel gegen Aue
7. März 2012Gegen Aue besteht auch weiterhin die Möglichkeit Mitglied in der neuen Block 42 Gruppe zu werden. Für die Anmeldung ist hinter Block 42 noch ein zweiter Stand aufgebaut, an dem Ihr alle Informationen erhaltet und auch Mitglied werden könnt.
